Tag 9-Battambang

Battambang ist eine ruhigere Stadt, es gibt ein paar Touristenattraktionen aber die sind lange nicht so überfüllt wie in Phnom Penh oder in Siem Reap. Hier hatten wir ein süßes zimmer im ganesha family guesthouse gebucht, welches betrieben wird von einem deutschen, dirk, und seiner kambodschanischen frau, zusammen haben sie 2 kinder.

Die ganze Stimmung dort war sehr familiär, hier lernten wir auch ein deutsches mädchen kennen, mit dem wir abends oft lange draußen gesessen sind. Wir tauschten Nummern aus um uns zu silvester im süden eventuell wieder zu treffen.

Bei einem Stadtrundgang spazierten wir zum alten Bahnhof der nicht mehr in Betrieb ist, die Uhr zeigt schon seit Jahren 8:02 an.

Für uns waren die Highlights in Battambang die bekannte Bambusbahn, die es auch immer wieder in Dokus zu sehen gibt.
Man sitzt auf kleinen Bambusplatten, und fährt durch die Wunderschöne Landschaft, betrieben wird das ganze von einem Motor und ein einheimischer fährt natürlich auch mit. Zwischendurch muss man ab und zu absteigen, denn es gibt auch gegenverkehr. Dazu wird das ganze Gestell einfach von 2 Mann neben die Schienen gelegt. Wenn alle vorbei sind wieder aufgebaut und dann gehts weiter. Man ist ziemlich flott unterwegs, haben uns zwischendurch ein bisschen wie in der Achterbahn gefühlt. Die Schienen sind schon sehr alt und sitzen nicht gut aneinander, deswegen wackelt man sehr wild hin und her.

Am Ende angekommen gibt es ein kleines Dorf, sofort laufen kleine Kinder her und wollen einem Armbänder verkaufen, die man natürlich auf keinen Fall kaufen sollte. In den seltensten Fällen kommt das Geld den Kindern zugute. Also haben sie sich einen der wenigen englischen Sätze angewöhnt den sie können „If you will buy one, come to me, promise“ und strecken einem den kleinen Finger hin für einen Schwur.

Ein kleiner Junge hat uns dann in seinem Dorf herumgeführt, am Ende gab es noch eine Partie Daumenketscherei, dann mussten wir auch schon wieder zurückfahren denn unser Tuk Tuk Fahrer wartete auf uns um zum Bootsberg zu fahren und die Fledermaushöhle zu besichtigen.

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Der Boots- und Krokodilberg (Phnom Sampeau, Phnom Krapeu) erzählt einen dramatischen Mythos. Ein Prinz names Reachkol hat sich in ein Bauernmädchen namens Sovann verliebt und möchte diese heiraten aber das ist ihm nicht erlaubt, er muss eine Prinzessin heiraten. Sovann hatte ein Krokodil (krapeu) großgezogen, das auf den Namen Athon hörte, ihr aufs Wort folgte und sie fortan beschützte. Reachkol teilte Sovann mit das er die Prinzessin Rumsay Sok heiraten muss. Als der Prinz auf dem Weg zur Prizessin war, schickte Sovann, schäumend vor Wut und Enttäuschung, das Krokodil hinterher. Athon versuchte das Boot zum kentern zu bringen. Der Prinz versuchte das Krokodil mit Hühnern und Enten zu besänftigen, doch vergebens. Das Boot drohte unterzugehen. In letzter Sekunde rettete die Prizessin ihren Verlobten, indem sie mit ihren magischn Haaren alles Wasser aufsog. Das Krokodil, das nun auf dem trockenensaß, starb.
Phnom Sambeau stellt das Boot dar und Phnom Krapeu das Krokodil.
Überall gibt es Affen die herumspringen oder mitten am Weg sitzen. Von einem wurdenwir verjagt, er mochte uns wohl nicht.
Rund 700 Stufenführen zu den Tempeln die am Gipfel stehen. Von oben hat man eine super schöne Aussicht auf die Landschaft.

Danach, zur Dämmerung setzt man sich vor die Höhle die am Fuße des Berges liegt und wartet bis die Fledermäuse zur Futtersuche aus der Höhle fliegen. Von einerMinute auf die andere kommt ein riesiger Schwarm aus der Höhle, alle fliegen in die selbe Richtung.
Rund 1 Million Tiere fliegen hinaus und das ganze Spektakel dauert ca 1 Stunde. In dieser Zeit reißt der Strom der Fledermäuse nicht ab.

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